Verschleißarme Flexible Auswerfer für Spritzgießwerkzeuge

Kunstststoffteile, die u.a. auch für eine kostensparende Montage konstruiert werden, müssen Verbindungselemente wie Krallen, Durchbrüche usw. aufweisen. Im Spritzgießwerkzeug sind solche Teile aber nur mit aufwendigen Schiebern oder mit einer kostengünstigeren Variante, so genannte Flexible Auswerfer, herzustellen. Die nachfolgend vorgestellten Auswerfereinheiten bieten dafür die ideale Lösung.

Die marktüblichen Schrägauswerfer sind aus einem Stück gefertigt und damit naturgemäß einem größeren Verschleiß ausgesetzt. Bedingt durch die ständige, starre Federbewegung wird während der Auswerfbewegung ein erhöhter Reibdruck zwischen den Oberflächen erzeugt.

Im Gegensatz dazu haben die hier gezeigten flexiblen Auswerfer den großen Vorteil, dass sie im kritischen Bereich ein „Gelenk“ aufweisen (Bild 1). Der eingebaute Federstift erzeugt während des Auswerfvorganges im Werkzeug einen geringeren Anpressdruck (Bild 2).

Bild 1: Flexible Auswerfereinheit mit „Gelenk“

Durch diese konstruktive Besonderheit sind Auswerfer weniger anfällig und erreichen bedeutend längere Standzeiten

Bild 2: Eingebauter Federstift im Gelenk

Ein weiterer Vorteil in Bezug auf Wartungsfreundlichkeit ist das schnelle und problemlose Wechseln des Auswerfers von der Trennebene. Dies kann kostensparend an der Spritzgießmaschine erfolgen, eine größere Produktionsunterbrechung wird somit vermieden! In dieser Stellung können der flexible Auswerfer S6345 und Federstift ausgetauscht werden. (Bild 3)

Bild 3:Wechseln des flexiblen Auswerfers

Weitere Vorteile für den Werkzeugkonstrukteur:

• Der kleinste Auswerfer ist 1,8 mm breit, einzigartig auf dem Markt!
• Weitere Abmessungen sind verfügbar von 2,4 bis 12 mm.
• Der Entformungsbereich ist aus 1.2344, 50+2 HRC gefertigt.
• Max. zulässige Temperatur 190 °C.
• 3 verschiedenen Einbaumöglichkeiten sind möglich. (Bild 4)
• Integrierte Stoppfunktion (1) in der Konturbuchse S6347, dadurch kann der anfallende Spritzdruck den Auswerfer nicht zurückdrücken. (Bild 5)

Variante a:
Der Einbau mit Konturbuchse S6347 wird bevorzugt angewendet, da hier ein einbaufertiges Teil in gehärteter Ausführung zur Verfügung steht. Zudem ist es die kostengünstigste Lösung.

Variante b:
Die Führung der Auswerfer S6345/S6346 erfolgt durch den Einbau der Buchse S3648. Die Kontur fertigt der Werkzeugmacher selbst.

Variante c:
Der Auswerfer wird mit der Führungsplatte S6349 zentriert. Ansonsten wie unter Variante b) beschrieben.

Fazit
Die flexiblen Auswerfereinheiten sind aufgrund ihrer universellen Anwendungsmöglichkeiten hervorragend geeignet zur Entformung von kritischen Teilen, wo ähnliche verfügbare Produkte bereits an ihre Grenzen stoßen.