Reinigungsgerät für Kühlmittelkreisläufe in Spritzgießformen

Das ausschließlich pneumatisch betriebene Reinigungsgerät S 3604/1 (CDC) ist ein ideales Werkzeug für die Reinigung von Formwerkzeugen, speziell von Kalkablagerungen und Rückständen aus anderen Schwebstoffen, die sich in den Temperierbohrungen, Ventilen und Kupplungen aufbauen und im Verlauf der Zeit die Kühlwasserdurchlauf-Querschnitte erheblich verringern oder gar verstopfen können. Die Kühlkapazität wird oft genug durch diese Querschnittsverringerungen der Durchläufe eingeschränkt, was zwangsläufig zu einer Verlangsamung der Produktionszyklen führen kann. Man bedenke, dass eine 1 mm starke Ablagerung von Kalk einem Isolationswert von ca. 10 mm Stahl entspricht. Insbesondere Kalkablagerungen in den Kühlwasserkreisläufen lassen sich mittels einer Lösungsflüssigkeit recht gut von den Bohrungswänden und Ventilbereichen abtrennen und herausspülen. Im Anschluss daran sorgt eine Passivierungsflüssigkeit, welche in das Bohrungssystem eingeleitet wird dafür, dass die Korrosionswirkung des Reinigungsmaterials, das vom Reinigungsprozess noch imKreislauf verblieben ist, unterbunden wird und somit die Integrität des Formstahlmaterials, aus dem das Formwerkzeug hergestellt wurde, aufrecht erhalten bleibt.

Das Gerät verfügt über 2 Edelstahltanks. Ein Tank enthält die Lösungsflüssigkeit, der zweite das Passivierungsmaterial. Das Gerät wird ausschließlich mit Luft betrieben, welche die Flüssigkeiten in Druckimpulsen in die Bohrungen leitet. Die Impulse beschleunigen sich und werden heftiger mit dem sich kontinuierlich verbessernden Zustand der Bohrungsdurchgänge. Dabei lässt sich die Laufrichtung der Reinigungs- bzw. Passivier- Flüssigkeiten jederzeit mit einem Handschalter umkehren. Wenn beim Reinigungsvorgang mehrere Bohrungsdurchgänge parallel geschaltet sind, wird die Strömungsgeschwindigkeit in den am meisten verstopften Bohrungen niedriger sein und dort vorzugweise fließen, wo die Lastverluste kleiner sind. Abhilfe kann hier eine Steuereinheit CDC C120-P100 mit erhöhter Kapazität schaffen.

Das Luftdüsensystem sorgt nach dem Reinigungsprozess dafür, dass der Kühlmittelkreislauf wieder vollständig entleert wird.

Prüfgerät S 3600/1 (CPR) für die Formenbau-Werkstatt

Das Prüfgerät S 3600/1 ist eine wertvolle Hilfe für eine hydraulische Überprüfung aller Dichtungen der Formkühlkanäle direkt nach der Fertigstellung oder Reparatur eines Produktionsmittels im Formenbau. In einem der beiden Tanks befinden sich zu diesem Zweck 30 Liter eines Wasser/Glykol Gemischs (50/50%) Die Dichtigkeitsprüfung aller Schlauch- oder Rohrverbindungen erfolgt mit Hilfe einer im Gerät vorhandenen elektromotorischen Pumpe, welche bis zu einem vorbestimmbaren Prüfdruck von max. 50 bar einstellbar ist. Der auf ein Entlastungsventil ausgeübte Druck kann nach Erreichen des gewünschten Prüfdrucks abgestellt werden. In dieser Stellung werden Undichtigkeiten im System sehr schnell zu einem Druckabfall führen, der angezeigt wird. Um die Lage von Leckagen noch gezielter ermitteln zu können, empfiehlt es sich die einzelnen Kühlmittelkanäle nacheinander zu prüfen. In Verbindung mit der Dichtigkeitsprüfung erfolgt auch eine Reinigung der Kühlmittelkanäle der Formen von durch Zerspanungsarbeiten noch im Werkzeug vorhandenen Metallspänen, die noch im System verblieben sind. Ein Grobfilter in der Anschlussarmatur sowie ein Feinfilter (Metallfilter mit Zustandsanzeige, einfach zu reinigen) im Gerät sorgen für saubere Kühlmitteldurchgänge im Formwerkzeug, so dass spätere Schäden an Ventilen und Dichtungen von eingesetzten Temperiergeräten möglichst ausgeschlossen sind. Eine Durchflusskontrolle mit Fließstatus ist Teil des Gerätes.

Wenn gewünscht, sind auch Geräte mit einem größeren Tankvolumen, Edelstahltanks und einer stärkeren Pumpe lieferbar. Ebenfalls auf Wunsch lieferbar sind Durchflussmessgeräte mit verschleißfreien Ultraschall-Sensoren. Mit diesen lässt sich im Voraus die zur Temperierung des Werkzeugs erforderliche Durchflussmenge der Kühlflüssigkeit bestimmen. Je nach Gerätetyp könnten mit diesen auch später in der Verarbeitung Temperatur und Druck geprüft und die ermittelten Werte dann für die Steuerung des Produktionsprozesses genutzt werden.

Im Anschluss an die Prüfvorgänge im Formenbau wird die Entleerung der Kühlmitteldurchlaufkanälee ines Formwerkzeugs mit Hilfe von Druckluft realisiert, welche die Prüf- u. Reinigungsflüssigkeit zurück in den Tank der Prüfeinheit bringt.